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Trinkwasserqualität verstehen
Trinkwasserqualität wird rechtlich über Grenzwerte definiert, die in erster Linie der Gefahrenabwehr dienen. Diese Grenzwerte legen fest, welche Belastungen zulässig sind, nicht jedoch, welches Wasser als optimal oder frei von unerwünschten Stoffen anzusehen ist.
Was Grenzwerte sagen
- Maximal zulässige Konzentrationen bestimmter Stoffe
- Mindeststandard für die öffentliche Versorgung
- Rechtliche Absicherung der Versorger
Was Grenzwerte nicht sagen
- Ob das Wasser optimal für Gesundheit ist
- Ob es frei von unerwünschten Stoffen ist
- Welche nicht geprüften Stoffe enthalten sind
Wichtig zu wissen
Geprüft wird nur ein gesetzlich festgelegter Katalog an Parametern. Zahlreiche Stoffe – etwa Rückstände aus Medikamenten, Industrie oder Landwirtschaft – sind technisch nachweisbar, aber nicht flächendeckend reguliert oder routinemäßig überwacht.
Trinkwasserqualität ist daher stets als regulatorischer Mindeststandard zu verstehen, nicht als umfassende Qualitätsaussage.