Leitungswasser
Leitungswasser gilt in Deutschland als sicheres Lebensmittel und unterliegt regelmäßigen Kontrollen. Diese Kontrollen beziehen sich jedoch auf festgelegte Parameter und enden in der Regel am Übergabepunkt des Wasserversorgers.
Wasserwerk
Aufbereitung und Kontrolle nach TrinkwV
Übergabepunkt
Ende der Verantwortung des Versorgers
Öffentliches Leitungsnetz
Kommunale Verteilinfrastruktur ohne individuelle Kontrolle
Hausnetz
Keine routinemäßige Kontrolle
Ihr Wasserhahn
Qualität möglicherweise verändert
Faktoren, die die Qualität beeinflussen
Hausinstallationen
Alte Rohre, Materialien wie Blei oder Kupfer können das Wasser beeinflussen.
Stagnation
Stehendes Wasser in Leitungen kann Keimwachstum fördern.
Materialqualität
Leitungsalter und verwendete Materialien variieren stark.
Lokale Gegebenheiten
Regionale Unterschiede in der Wasserqualität und -aufbereitung.
Unkontrollierte Schadstoffe
Folgende Stoffgruppen können im Leitungswasser nachweisbar sein, werden aber nicht routinemäßig geprüft:
- PFAS (Ewigkeitschemikalien)
- Bisphenole (z. B. BPA)
- Arzneimittelrückstände
- Pestizide und Herbizide
- Endokrine Disruptoren
- Mikro- und Nanoplastik
Leitungswasser ist damit rechtlich zulässig, aber nicht zwangsläufig frei von unerwünschten Begleitstoffen oder für alle Nutzungssituationen gleichermaßen geeignet.